Loslassen – ein Thema, das uns alle betrifft, doch selten ist der Weg dorthin einfach. Wir halten an Beziehungen, Gewohnheiten, Jobs und Dingen fest, oft aus Angst vor Veränderung oder dem Unbekannten. Doch was, wenn genau das Loslassen der Schlüssel zu mehr Freiheit, Leichtigkeit und Zufriedenheit ist?
Im Rahmen der Blogparade von Claudia Kielmann „Freiheit durch Loslassen: Erzähl deine Geschichte“ möchte ich meine persönlichen Erfahrungen teilen.
In diesem Beitrag möchte ich erzählen, wie das Loslassen einer unglücklichen Partnerschaft, eines langjährigen Arbeitsplatzes, von überflüssigem Ballast in meiner Wohnung und sogar von 10 kg Gewicht mein Leben verändert hat. Ich hoffe, meine Geschichte inspiriert dich, den Mut zu finden, ebenfalls loszulassen, was dich zurückhält – und die Freiheit zu entdecken, die dadurch entsteht.
Loslassen – ein Wort, das so einfach klingt, aber in der Praxis oft eine immense Herausforderung darstellt. Für mich bedeutet Loslassen nicht nur, Dinge, Menschen oder Situationen hinter sich zu lassen, sondern auch, Platz für Neues zu schaffen und innerlich zu wachsen. In den letzten Jahren war das Loslassen ein ständiger Begleiter in meinem Leben. Es hat mich gelehrt, dass Veränderung nicht immer leicht, aber oft notwendig ist, um ein erfüllteres und authentischeres Leben zu führen. Hier möchte ich einige meiner Loslassprozesse teilen und welche Lehren ich daraus gezogen habe.
Eine der schwierigsten Entscheidungen, die ich treffen musste, war es, eine unglückliche Partnerschaft hinter mir zu lassen. Wir waren viele Jahre zusammen, und obwohl ich tief im Inneren wusste, dass es nicht mehr passt, hielt ich lange an der Beziehung fest. Loslassen bedeutete hier, mich von der Angst vor dem Alleinsein zu befreien und zu erkennen, dass ich mir selbst treu bleiben muss. Es war ein schmerzhafter Prozess, der aber letztlich zu einer tiefen inneren Freiheit führte. Ich habe gelernt, dass wahres Glück nicht in einer Beziehung liegt, die aus Gewohnheit besteht, sondern in der Fähigkeit, das Leben selbstbestimmt und in Einklang mit den eigenen Werten zu gestalten.
Nach 24 Jahren bei demselben Arbeitgeber war es an der Zeit, auch beruflich loszulassen. Der Job war sicher, das Gehalt stabil, aber innerlich war ich ausgebrannt und unzufrieden. Der Gedanke, in die Selbstständigkeit zu gehen, erfüllte mich mit Aufregung, aber auch mit Angst. Doch das Loslassen dieser Sicherheit war notwendig, um meinem Herzen zu folgen und beruflich das zu tun, was mich wirklich erfüllt. Heute kann ich sagen, dass dieser Schritt das Beste war, was mir passieren konnte. Ich habe gelernt, dass es sich lohnt, Risiken einzugehen, wenn man dadurch seine Passion leben kann.
In einem weiteren Akt des Loslassens habe ich meine Wohnung „auf links gedreht“ und radikal entrümpelt. Es ist erstaunlich, wie viel Ballast man im Laufe der Jahre ansammelt – Dinge, die man nicht mehr braucht, die aber irgendwie immer noch Platz beanspruchen. Der Prozess des Entrümpelns war befreiend und hat mir gezeigt, dass ich nicht viel brauche, um glücklich zu sein. Die neu gewonnene Klarheit und der Raum, den ich geschaffen habe, haben mein Leben erleichtert und mir eine neue Leichtigkeit geschenkt.
Ein weiterer wichtiger Loslassprozess war es, mich von 10 kg Übergewicht zu befreien. Durch gezielten Kraftsport und eine proteinreiche Ernährung habe ich nicht nur an Gewicht verloren, sondern auch an innerem Ballast. Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, auf meinen Körper zu hören und ihm das zu geben, was er wirklich braucht. Loslassen bedeutete hier, ungesunde Gewohnheiten und Selbstzweifel abzulegen und durch Disziplin und Selbstfürsorge zu ersetzen. Es war ein langer Weg, aber das Gefühl der Stärke und Vitalität, das ich heute habe, ist jede Anstrengung wert.
Loslassen ist oft mit tiefen Emotionen verbunden. Angst, Trauer, Unsicherheit – all diese Gefühle gehören zum Prozess dazu. Besonders schwer fiel mir das Loslassen der vermeintlichen Sicherheit, sei es in der Partnerschaft oder im Beruf. Doch mit der Zeit habe ich erkannt, dass Loslassen nicht bedeutet, etwas zu verlieren, sondern Raum für Wachstum zu schaffen. Es ist ein Prozess der Befreiung, der mich emotional und mental gestärkt hat.
Während meiner Loslassprozesse haben mir verschiedene Techniken geholfen, voranzukommen. Meditation und Achtsamkeit haben mir dabei geholfen, meine Gedanken zu sortieren und mich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Auch das Schreiben war für mich ein wertvolles Werkzeug, um meine Gefühle zu verarbeiten und Klarheit zu gewinnen. Der Austausch mit vertrauten Menschen, die mich in meinem Prozess unterstützten, war ebenfalls von unschätzbarem Wert.
Rückblickend hat das Loslassen mein Leben grundlegend positiv verändert. Ich fühle mich freier, selbstbestimmter und bin mehr im Einklang mit mir selbst. Die Ängste und Zweifel, die mich früher zurückgehalten haben, sind weitgehend verschwunden. Ich habe gelernt, dass Loslassen nicht das Ende bedeutet, sondern den Beginn von etwas Neuem – etwas, das mich näher zu meinem authentischen Selbst bringt.
Natürlich war der Weg nicht immer einfach, und es gab Rückschläge. Manchmal habe ich an alten Gewohnheiten festgehalten oder mich in negativen Gedanken verloren. In solchen Momenten war es wichtig, geduldig mit mir selbst zu sein und den Prozess anzunehmen, wie er ist. Jeder Rückschlag war letztlich eine Chance, erneut hinzuschauen und weiterzulernen. Mit der Zeit habe ich gelernt, Rückschläge nicht als Niederlage zu sehen, sondern als natürlichen Teil des Wachstums.
Für diejenigen, die Schwierigkeiten haben, loszulassen, möchte ich ein paar Tipps teilen:
Loslassen ist nicht einfach, aber es lohnt sich. Es führt zu einem Leben, das leichter, freier und authentischer ist. Ich hoffe, meine Erfahrungen inspirieren dich, deinen eigenen Weg des Loslassens zu gehen und die positiven Veränderungen zu erleben, die dadurch möglich werden.
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